Nachrichten über die vietnamesische Diaspora und über Vietnam in deutscher Sprache. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass TV-Interviews nicht übersetzt werden, da der technische Aufwand zu hoch wäre.

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24.08.10

Cao bei Anhörung über Menschenrechtsverletzungen in Vietnam


Washington D.C- Vor knapp vier Wochen, als US-Außenministerin Hillary Clinton stärkere Zusammenarbeit zwischen den USA und Hanoi schwor, berichteten vietnamesische US-Bürger vor einem Ausschuss des US-Kongresses für Menschenrechte, wie ihre Verwandten in ihrem Heimatland durch die vietnamesische Regierung gefoltert und getötet wurden.

Kongressabgeordneter Anh „Joseph“ Cao (Louisiana, Wahlbezirk 2), der erste und einzige vietnamesische US-Kongressabgeordnete, rief die Tom Lanton  Menschenrechtskommission auf den Berichten von Polizeiattacken gegen Katholiken Anfang des Jahres nach zu gehen.
Es ereignete sich in Con Dau, ein Dorf, das sich im Osten Mittelvietnams befindet, als die Menschen sich weigerten, den Plänen zu zustimmen,  das  135-jährige Pfarramt und den dazugehörigen Friedhof abzureißen, damit dort Hotels gebaut werden können.

In seiner Eröffnungsansprache erklärte Cao, dass im Mai wegen einem verstorbenen Gemeindemitglied bei der Beerdigungsprozession Ausschreitungen am Friedhof ausbrachen.
„Die Polizei konfiszierte den Sarg“, erzählte  er. „Und äscherte den Körper der verstorbenen gegen ihren letzten Wunsch ein.“

Cao sagte, dass viele Mitglieder der Beerdigungsprozession geschlagen und verhaftet wurden und ihnen nun Gerichtsurteile gegenüberstehen.
Andere Personen haben das Land verlassen und sind nun auf der Suche nach Asyl.
Er berichtete, dass Nguyen Nam mehrmals verhört wurde und später an schweren Schlägen starb.

Nguyen Nams Bruder Nguyen Tai aus Houston, TX, beschreibt den Tod seines Bruders in allen Einzelheiten während er ein Foto des zerfleischten Körpers den drei  Kommissionmitgliedern vorlegt  
Dazu gehören: Cao, Kongressabgeordneter Christopher Smith(NJ-04) und Kongressabgeordneter Frank Wolf (VA-10). Wolf ist Co-Vorsitzender der Kommission, Smith und Cao sitzen im Exekutive- Komitee.

Wolf ordnete an die Fotos des Toten und andere Dokumente an die Außenministerin Clinton für eine Übersicht weiterzuleiten. Während eines Hanoi-Besuchs im Juli, anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Wiederaufnahme der wiederhergestellten diplomatischen Beziehungen, sagte Clinton,
dass die US-Regierung bereit für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern auf einer „weiteren Stufe“ sei.

josephcao.house.gov

02.08.10

Kongressabgeordneter Cao enttäuscht über Obamas engere Zusammenarbeit mit Hanoi

Washington D.C. – Heute (23.07.2010) drückte der US-Kongressabgeordnete Anh „Joseph“ Cao seine tiefe Enttäuschung über die Obama-Administration aus, da der US-Präsident die bilateralen Beziehungen zum kommunistischen Vietnam verstärken möchte.

Cao, der erste und einzige vietnamesische US-Amerikaner, der dem US-Kongress angehört, beschrieb Hanois Verhalten in Bezug auf Menschenrechte und Religionsfreiheit als miserabel.
Er sagte, dass die vietnamesische Regierung keine bessere Zusammenarbeit mit den USA verdienen dürfe bis Vietnam mehr Respekt vor der Würde und Freiheit seines eigenen Volkes demonstriere.

Cao zitierte eine große Anzahl von Beispielen in denen Vietnam Verstöße begangen habe, inklusive der Schikane, Verhaftung, falscher Inhaftierung von prodemokratischen Anwälten und Klerikern, der Bemächtigung religiöser Institutionen, die Demontage religiöser Symbole und die Durchführung von Enteignungen ohne die Besitzer zu entschädigen.

Der Kongressabgeordnete erklärte: „Diese empörenden Missachtungen müssen allgemein verurteilt werden.“

Hillary Clinton, die Vietnam besuchte um am Südostasien-Gipfel anlässlich einer Sicherheitskonferenz und des 15. Jahrestages der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den USA und Vietnam teilnahm, sagte dass sie im Oktober erneut nach Hanoi kommen werde um dem Ostasien-Gipfel beizuwohnen und Vorbereitungen für den im nächsten Jahr angekündigten Vietnambesuch  Obamas treffen werde.



Der Abgeordnete Cao berichtete, dass sich Vietnam in Bezug der Menschenrechte tatsächlich seit dem Eintritt in die Welthandelsorganisation (WTO) verschlechtert habe.
„Anstatt eine engere Zusammenarbeit anzustreben, sollte die US-Regierung auf Vietnam mehr Druck ausüben“, plädierte Joseph Cao.

Anh Joseph Cao rief dazu auf, dass das US-State Department Vietnam auf die CPC-Liste setzen solle.
Es handelt sich hier um eine Liste, die Länder aufführt, die kontinuierlich die Religionsfreiheit missachten;  Weiter werden die Staaten in drei Stufen aufgeführt, die nicht die minimalen Standards erfüllen, d.h. z.B.  Kampf gegen Menschenhandel und die damit verbundene Prostitution und Sklaverei.
Cao forderte den „Vietnam Human Rights Act“ aus dem Jahr 2009 zu verabschieden, dieser sagt aus, dass es den USA verboten sei der vietnamesischen Regierung bei nicht humanitären Angelegenheiten Beihilfe zu leisten, es sei nur unter folgenden Bedingungen möglich:
Erst wenn der US-Präsident dem Kongress bescheinigen kann, dass Vietnam erhebliche Fortschritte im Respektieren von politischen, medialen und religiöser Freiheiten,  der Minderheitsrechte und dem Zugang des US-Flüchtlingsprogramms sowie dem Handeln gegen Menschenschmuggel gemacht habe.

josephcao.house.gov
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